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Friede auf Erden allen Menschen!


Beten - loslassen und empfangen

Im Loslassen liegt das eigentliche Wesen des Gebetes: „Wir legen alles, Gott, in deine Hand: unser Leid und unsere Freude, unsere Sorgen und Ängste, unsere Wünsche und Hoffnungen. Hilf uns, dankbar anzunehmen, was wir an Gutem von dir empfangen. Hilf uns tragen, was niederdrückt, und geleite uns mit deinem Segen über die Höhen und durch die Tiefen.“

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 26. Mai 1992 über Psalm 66,20)


Bitten ohne Anspruch auf Erhörung 

Rogate, 5. Sonntag nach Ostern (10. Mai 2026):

„Bit­tet, so wird euch ge­ge­ben, su­cht, so wer­det ihr fin­den, klop­ft an, so wird euch auf­ge­tan!“ Wir ha­ben doch solche Er­fah­run­gen schon ge­macht, je­der von uns, wenn sie viel­leicht auch nicht die ty­pi­schen Er­fah­run­gen des täg­li­chen Le­bens sind. Aber zählt nicht ei­ne gu­te Er­fah­rung mehr als tau­send schlech­te?! Ist nicht ein Chri­stus mehr als tau­send Bö­se­wich­te?!"

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Lukas 11,5-13 am 16. Mai 1993)


Würde den Unwürdigen!

Kantate, 4. Sonntag nach Ostern (3. Mai 2026):

"Mir ist aufgegangen, dass in der Tat von einem Säugling ein Urteil ausgehen kann, das bei weitem gewichtiger ist als das Urteil jedes entscheidungsfähigen Erwachsenen."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Matthäus 21,14-17 am 17. Mai 1981)


Sein wollen, was wir sind 

(3. Sonntag nach Ostern, Jubilate, 26.4.26)

"Über den eigenen Glauben nachzudenken, ist nicht so einfach. Wenn sich jemand als ausgewachsener Mensch ganz neu dem christlichen Glauben zuwendet - und das geschieht immer mal wieder - und versucht zu ergründen, was denn nun an diesem Glauben das Gute ist und ob er sich nun in diesen Glauben hineinbegeben soll oder nicht, dann ist das schon eine ziemliche Herausforderung."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Johannes 15,1-8 am 3. Mai 2009)


Wir sind Hirten und Schafe zugleich

2. Sonntag nach Ostern, Misericordias Domini  (19. April 2026):

Das, was uns von den wirklichen Schafen unterscheidet, ist unsere Chance: Wir trotten dem Hirten nicht bewusstseinslos hinterher. Wir haben erkannt und begriffen, was der gute Hirte für uns bedeutet. Der Weg, den er uns weist, ist der Weg der Heilung. Daran glauben wir. In diesem Glauben folgen wir dem guten Hirten bewusst. Seine Leitung machen wir zur unsrigen, sodass er leitet durch uns. Das ist keine vollendete Wirklichkeit, aber doch unser Ziel."

(Andacht vor der Hamburger Synode über Johannes 10,11.27.28 am 13. April 1989)


Sehen und dennoch glauben

Quasimodogeniti, 1. Sonntag nach Ostern (12. April 2026):

Das mit den Augen Wahrnehmbare ist ambivalent, es ist vieldeutig, es ist auslegungsbedürftig. Dem, was wir mit den Augen wahrnehmen, muss noch der Sinn hinzugefügt werden."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 27. April 2003)


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