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Friede auf Erden allen Menschen!


Nicht verlängerter Arm des Untäters werden!

„Eine solche Handlung darf keine bloße Reaktion mehr sein. Sie muss ein eigenständiger schöpferischer Akt sein, der sich nicht aus der Kraft des Untäters speist, sondern aus einer anderen Kraft, die stärker ist als Zorn und Wut und Gelüste der Rache. Auf ausgleichende Gerechtigkeit im Sinne des Vergeltens mit Gleichem muss verzichtet werden."

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Römer 12,21 am 21. Oktober 1986)


Sich mit den Gegebenheiten arrangieren?

21. Sonntag nach Trinitatis - 25. Oktober 2026

„Manchmal, und dies gilt für unser persönliches Leben ebenso, ist es der heilsamere Weg, die ungewünschte und ungewollte Situation anzunehmen, nicht, sich im Widerstand aufzureiben und vielleicht in Verzweiflung gänzlich zugrunde zu gehen, sondern ggf. auch für die Peiniger zu beten und in Geduld zu hoffen, dass Gott eines Tages die Dinge zum Guten wenden wird.“

(Predigt über Jeremia 29,1.4-14 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 23. Oktober 1988)


Christliche Orientierung für die Gesellschaft

20. Sonntag nach Trinitatis - 18. Oktober 2026 

"Auch als Christen in einer durch und durch weltlichen Gesellschaftsordnung wissen wir die staatlichen Gesetze zu schätzen als Mittel einer äußeren Ordnung, in der sich Leben entfalten kann, in der dem materiellen und seelischen Wohlergehen eine Chance gegeben ist. Wir können nach geschichtlicher Erfahrung und beim Blick auf die verschiedenen staatlichen Ordnungen, die es in der Welt gibt, hinzufügen, dass der freiheitliche, soziale, demokratische Rechtsstaat, wie wir ihn in der Bundesrepublik haben, eine Form ist, die vielleicht unter allen Formen am besten die äußeren Bedingungen gewährleistet, unter denen sich das entwickeln kann, was wir im christlichen Sinne als Wohl des Menschen ansehen."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Markus 2,23-28 am 16. Oktober 1983)


„Empfange dich neu"

19. Sonntag nach Trinitatis - 11. Oktober 2026 

„Das alles ist nicht gemeint, wenn es in der Fitness- und Wellness-Broschüre heißt: „Erschaffe dich neu“, auch wenn da ein ganzheitliches Wohlgefühl für Körper, Geist und Seele in Aussicht gestellt wird. Der ethische Wandel ist aber auch erforderlich und dient auch der Wellness, dem Wohlbefinden, und zwar sowohl unserem persönlichen als auch unserem gemeinschaftlichen Wohlbefinden.“  

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Epheser 4,22-32 am 17. Oktober 2004)

 © Wolfgang Nein