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Friede auf Erden allen Menschen!


Kirche - Verheißung und Lebenswirklichkeit

Die Kirche macht heute trotz ihrer wunderbaren geistlichen Grundlage nicht immer den Eindruck einer großen Familie - und auch nicht einer guten Familie. Die Gemeinschaft ist vielfach zerrissen und gespalten - im Großen wie im Kleinen. Das Bild von der Familie ist somit mehr Verheißung als Wirklichkeit. An der Wirklichkeit gemessen mögen diejenigen, die es mit der Verheißung ernst nehmen, wie naive Träumer erscheinen. Aber wie gut, wenn solche Träume noch nicht in den täglichen Lebenserfahrungen untergegangen sind.

(Morgenandacht über Epheser 2,19 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 11. Juli 1989)

Aus wenig kann viel werden 

7. Sonntag nach Trinitatis - 26. Juli 2020

"Im Menschen, dem Geschöpf Gottes, sind auch ganz große und ganz viele gute Kräfte vorhanden. Sie müssen freigesetzt werden, damit sie sich entfalten können und Gutes bewirken können. Das zu glauben und darauf zu vertrauen, ist Teil unseres Glaubens an Christus. Er selbst ist die gute Saat, die Gott in diese Welt ausgestreut hat - zu unserer Befreiung, zu unserer Erlösung, zur Freisetzung der schöpferischen guten Kräfte in uns.

(Predigt über Johannes 6,1-15 in St. Markus, Hamburg-Hoheluft am 3. August 2003)


Gottes Kinder sind die Menschen 

6. Sonntag nach Trinitatis (12. Juli 2026):

Die­ses so ver­stan­de­ne Ver­hält­nis Gott-Mensch ist we­ni­ger mit der Be­zie­hung zwi­schen Ehe­leu­ten als viel­mehr mit der Be­zie­hung zwi­schen El­tern und Kin­dern zu ver­ste­hen, zwi­schen der Mut­ter und den Kin­dern oder dem Va­ter und den Kin­dern. Es han­delt sich ja auch da um ei­ne Lie­bes­be­zie­hung, ei­ne, die al­ler­dings meh­re­re Lie­bes­be­zie­hun­gen ne­ben­ein­an­der dul­det. Kin­der stel­len zwar ge­le­gent­lich Ex­klu­si­vi­täts­an­sprü­che und wol­len die El­tern für sich al­lein ha­ben. Aber sol­che An­sprü­che sind nicht be­rech­tigt."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über 5. Mose 7,6-12 am 11. Juli 1999)


Im Auftrag eines Höheren

5. Sonntag nach Trinitatis, 4. Juli 2026:

Uns ist eine ganz große und wunderbare Botschaft anvertraut. Sie ist etwas Kostbares und Heiliges. Sie ist viel größer, als dass wir sie mit unserer persönlichen menschlichen und allzu menschlichen Art und mit noch so aufwendigen Gestaltungsversuchen jemals auch nur annähernd abbilden und gewährleisten könnten. Dennoch sind wir dazu berufen und beauftragt, von der Liebe Gottes zu reden und sie zu bezeugen, so gut wir können."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Lukas 5,1-11 am 12. Juli 2009)


„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."

4. Sonntag nach Trinitatis, 28. Juni 2026

Unsere menschlichen Kräfte reichen nicht, den Frieden auf unserem Erdball zu schaffen und zu erhalten, welche Mittel auch immer wir anwenden. Wir können nur zweierlei tun: 

Wir können um den Frieden beten. Wir können Gott bitten, dass er uns den Frieden schenken möge, nach dem wir uns alle sehnen. Das ist das eine. 

Und das andere ist dies: Wir können das uns Mögliche tun. Wir können mit unseren begrenzten Möglichkeiten das tun, von dem wir meinen, es sei der richtige und gute Weg. Was richtig und gut ist, dafür gibt uns das Neue Testament einen Leitfaden: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Römer 12,21 am 16. September 2001)


 © Wolfgang Nein