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Friede auf Erden allen Menschen!


Loslassen und empfangen

„Es gibt außerdem das Phänomen, dass sich ein Plan manchmal erst dadurch erfüllt, dass wir ihn aufgeben. Immer mal wieder wird von Ehepaaren berichtet, die jahrelang kein Kind bekamen, obwohl sie gern eins haben wollten. Erst als sich das Paar entschloss, ein Kind zu adoptieren, wurde die Frau schwanger.“ 

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Johannes 12,24 am 15. März 1988)


Natur und Kultur

Lätare, 4. Sonntag in der Passionszeit (15. März 2026):

"Das Weizenkorn ermöglicht durch seinen biologisch sich vollziehenden Tod das biologische Leben weiterer Weizenkörner. Das ist ein Vorgang der Natur. Der von Jesus bewusst eingegangene Tod dagegen eröffnet - durch seine Sinnhaftigkeit - ein neues Leben im übertragenen Sinne, im geistigen und geistlichen Sinne. Das ist ein Vorgang der Kultur."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 30. März 2003)


Die Moral

Okuli, 3. Sonntag in der Passionszeit (8. März 2026):

"Jede Zeit, jede Gesellschaft muss sich neu darauf verständigen, wie sie die Phänomene der menschlichen Natur in menschliche Kultur verwandelt."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Epheser 5,1-8a am 7. März 2010)


Der Mensch

Reminiszere, 2. Sonntag der Passionszeit  (1. März 2026):

„Die christliche Botschaft ist fast unglaublich. Aber es ist gut und hilfreich und wohltuend, an sie zu glauben. Sie gibt uns den Mut, die Demut, uns ehrlich und wahrhaftig anzuschauen. Sie befreit uns vom zwanghaften Bedürfnis, uns mit Ausflüchten zu rechtfertigen. Sie gibt uns eine große Würde trotz unserer Schwachheit. Sie stärkt uns mit Trost in allen betrüblichen Erfahrungen und hält die Hoffnung in uns wach, dass wir aus Krisen gestärkt hervorgehen können."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Römer 5,1-8 am 28. Februar 2010)


Dieser Schuldspruch ist ein Freispruch"

Invokavit, 1. Sonntag in der Passionszeit  (22. Februar 2026):

"Wir können nicht sagen: „Der Mensch ist von Natur aus frei.“ Seine Freiheit ist keine natürliche, analysierbare Eigenschaft. "Der Mensch ist frei", das ist vielmehr eine Aussage des Glaubens. Die Freiheit kann aus dem Menschen nicht herausanalysiert werden; sie kann ihm nur zugesprochen werden. Eben das tut Gott in der Paradiesesgeschichte auf die scheinbar paradoxe Art des Schuldspruchs."

(Predigt in der Kreuzkirche in Altenwalde über 1. Mose 3,1-19(20-24) am 12. Februar 1978)


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