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Friede auf Erden allen Menschen!


Wir haben sein Vertrauen

Unser Reden ist Stückwerk und stümperhaft. Wir werden uns nie sicher sein können, dass nicht wir selbst es vor allem sind, die in unserem Reden zu Worte kommen, statt dass wir Jesus Christus durch uns reden lassen. Aber wenn Jesus selbst das sagt: „Wer euch hört, der hört mich“, dann ist das ein Beweis des Vertrauens, eines Vertrauens, das größer ist als das, was wir zu leisten vermögen.“

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 15. Juni 1982)


Ist soziale Ungleichheit akzeptabel?

1. Sonntag nach Trinitatis (7. Juni 2026):

Wir, die wir hier im Gottesdienst versammelt sind, haben auch unterschiedlich viel Geld auf dem Konto und in der Haushaltskasse. Vielleicht sind einige von uns als reich, einige andere vielleicht als arm zu bezeichnen. Ergibt sich aus diesen Unterschieden, dass die Wohlhabenderen von uns den ärmeren unter uns etwas abgeben müssten?"

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Lukas 16,19-31 am 18. Juni 2006)


Der dreifache Segen des einen Gottes

Trinitatis (31. Mai 2026):

Wir alle haben schon des Öfteren den Segen Gottes empfangen, nicht nur zum Beschluss des Gottesdienstes, auch z. B. bei der Taufe oder bei der Konfirmation, bei der Trauung, bei der Übernahme eines Amtes vielleicht. Beim Beginn wichtiger Lebensabschnitte bitten wir um den Segen Gottes, und ich muss sagen: Das ist eine dem Menschen wahrhaft angemessene Haltung; denn sie bringt Bescheidenheit zum Ausdruck, Einsicht in die Grenzen des eigenen Vermögens."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über 4. Mose 6,22-27 am 11. Juni 1995)


Geistliche Energiezufuhr

Pfingstsonntag (24. Mai 2026):

„Der Geist, der die Jünger erfüllt, hat von vornherein ein menschliches Gesicht: das Gesicht Jesu nämlich. Er ist es - er, mit seiner ganz speziellen Art, er ist es, der den Energieschub auslöst. Seine menschlich-göttliche Art. Seine Art, auf Menschen zuzugehen, sie anzunehmen, sich ihrer Not anzunehmen, ihnen zu helfen, ihnen beizustehen, sie gesund zu machen, sie zu trösten, ihnen seine menschliche Nähe zu schenken, ihnen zu verzeihen, ihnen Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen, ihnen Mut zu machen, ihnen Hoffnung zu schenken, ihnen Wege eines sinnvollen Lebens aufzuzeigen. All das, diese seine ganz besondere einzigartartige und unübertreffliche Art ist es, die den Energieschub auslöste. Er ist die Energiequelle."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Apostelgeschichte 2,1-18 am 15. Mai 2005)


Aus dem Herzen heraus tun, was gut ist

Exaudi (6. Sonntag nach Ostern), 17. Mai 2026:

"Ist in den zweieinhalb Jahrtausenden die Vision des Jeremia Wirklichkeit geworden? Der Mensch ist in dieser langen Zeit hinsichtlich seiner ethischen Qualität wohl der Gleiche geblieben. Im Konkreten hat er in immer erschreckenderer Weise unter Beweis gestellt, dass er den damals auf Stein geschrieben Ansprüchen nicht gewachsen ist. Als Christen glauben wir allerdings daran, dass in Jesus der Mensch Wirklichkeit geworden ist, den Jeremia als den Menschen des neuen Bundes schildert. Jesus war das Gesetz Gottes in Herz und Sinn geschrieben. Er tat von innen heraus, wozu wir alle berufen sind."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Jeremia 31,31-34 am 15. Mai 1988)


Abschied mit Auftrag

Himmelfahrt (14. Mai 2026):

"Irgendwann werden Kinder mündig und müssen Eigenverantwortung für sich selbst übernehmen. Die elterliche Liebe kann dann nur noch in einem Angebot bestehen, das angenommen oder verworfen werden kann. So ist es auch mit dem, was die Jünger im Auftrag Jesu weiterzugeben haben. Die Menschen, zu denen sie gehen sollen, sollen sie als mündige Menschen ansprechen, so, wie sie selbst am Himmelfahrtstag von Jesus als seine mündigen Nachfolger beauftragt werden."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, am 17. Mai 2007)


Bitten ohne Anspruch auf Erhörung 

Rogate, 5. Sonntag nach Ostern (10. Mai 2026):

„Bit­tet, so wird euch ge­ge­ben, su­cht, so wer­det ihr fin­den, klop­ft an, so wird euch auf­ge­tan!“ Wir ha­ben doch solche Er­fah­run­gen schon ge­macht, je­der von uns, wenn sie viel­leicht auch nicht die ty­pi­schen Er­fah­run­gen des täg­li­chen Le­bens sind. Aber zählt nicht ei­ne gu­te Er­fah­rung mehr als tau­send schlech­te?! Ist nicht ein Chri­stus mehr als tau­send Bö­se­wich­te?!"

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Lukas 11,5-13 am 16. Mai 1993)


Würde den Unwürdigen!

Kantate, 4. Sonntag nach Ostern (3. Mai 2026):

"Mir ist aufgegangen, dass in der Tat von einem Säugling ein Urteil ausgehen kann, das bei weitem gewichtiger ist als das Urteil jedes entscheidungsfähigen Erwachsenen."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Matthäus 21,14-17 am 17. Mai 1981)


Sein wollen, was wir sind 

(3. Sonntag nach Ostern, Jubilate, 26.4.26)

"Über den eigenen Glauben nachzudenken, ist nicht so einfach. Wenn sich jemand als ausgewachsener Mensch ganz neu dem christlichen Glauben zuwendet - und das geschieht immer mal wieder - und versucht zu ergründen, was denn nun an diesem Glauben das Gute ist und ob er sich nun in diesen Glauben hineinbegeben soll oder nicht, dann ist das schon eine ziemliche Herausforderung."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über Johannes 15,1-8 am 3. Mai 2009)

 © Wolfgang Nein