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Friede auf Erden allen Menschen!


Sich anlehnen können

Sich festhalten, sich anlehnen, die körperliche Nähe des Größeren spüren, das nimmt die Angst, das gibt Sicherheit und Geborgenheit. Unbekannt und fremd und übergroß ist die Welt noch für dieses Kind. Unerklärlich sind die vielen Dinge und Erscheinungen und Ereignisse. Vieles bestaunt es mit seinen großen Augen, aber vieles macht ihm auch Angst. Dann ist es gut, sich festhalten zu können an einem Größeren und aus der Sicherheit heraus betrachten zu können, was da ist und was da vor sich geht.“

(Morgenandacht in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Jesaja 43,1 am 4. Juli 1989)


Gottes Kinder sind die Menschen 

6. Sonntag nach Trinitatis (12. Juli 2026):

Die­ses so ver­stan­de­ne Ver­hält­nis Gott-Mensch ist we­ni­ger mit der Be­zie­hung zwi­schen Ehe­leu­ten als viel­mehr mit der Be­zie­hung zwi­schen El­tern und Kin­dern zu ver­ste­hen, zwi­schen der Mut­ter und den Kin­dern oder dem Va­ter und den Kin­dern. Es han­delt sich ja auch da um ei­ne Lie­bes­be­zie­hung, ei­ne, die al­ler­dings meh­re­re Lie­bes­be­zie­hun­gen ne­ben­ein­an­der dul­det. Kin­der stel­len zwar ge­le­gent­lich Ex­klu­si­vi­täts­an­sprü­che und wol­len die El­tern für sich al­lein ha­ben. Aber sol­che An­sprü­che sind nicht be­rech­tigt."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft über 5. Mose 7,6-12 am 11. Juli 1999)


Im Auftrag eines Höheren

5. Sonntag nach Trinitatis, 4. Juli 2026:

Uns ist eine ganz große und wunderbare Botschaft anvertraut. Sie ist etwas Kostbares und Heiliges. Sie ist viel größer, als dass wir sie mit unserer persönlichen menschlichen und allzu menschlichen Art und mit noch so aufwendigen Gestaltungsversuchen jemals auch nur annähernd abbilden und gewährleisten könnten. Dennoch sind wir dazu berufen und beauftragt, von der Liebe Gottes zu reden und sie zu bezeugen, so gut wir können."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Lukas 5,1-11 am 12. Juli 2009)


„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."

4. Sonntag nach Trinitatis, 28. Juni 2026

Unsere menschlichen Kräfte reichen nicht, den Frieden auf unserem Erdball zu schaffen und zu erhalten, welche Mittel auch immer wir anwenden. Wir können nur zweierlei tun: 

Wir können um den Frieden beten. Wir können Gott bitten, dass er uns den Frieden schenken möge, nach dem wir uns alle sehnen. Das ist das eine. 

Und das andere ist dies: Wir können das uns Mögliche tun. Wir können mit unseren begrenzten Möglichkeiten das tun, von dem wir meinen, es sei der richtige und gute Weg. Was richtig und gut ist, dafür gibt uns das Neue Testament einen Leitfaden: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."

(Predigt in St. Markus, Hamburg-Hoheluft, über Römer 12,21 am 16. September 2001)


 © Wolfgang Nein